Im Mai hatte ich an den ersten Konzepten fürs NOVO einiges auszusetzen. Heute fällt mein Urteil deutlich freundlicher aus. Unter der Vorgabe, die 75 Millionen einzuhalten, ist ein guter Entwurf entstanden. Der Baukörper stuft sich zur Großen Kirche hin ab und nimmt ihr nicht die Präsenz. Im Erdgeschoss gibt es sechs Meter hohe, offene Räume, in denen sich vieles von dem unterbringen lässt, was man heute unter dem Dritten Ort versteht. Zum Nachbarhaus hält der Neubau jetzt Abstand, dazwischen liegt der Übergang zum Columbus Center.
Offen bleibt einiges. Die 75 Millionen gelten offenbar nur für das Gebäude, nicht für den Übergang. Wie die gemeinsame Theke von Herberge und Bibliothek rund um die Uhr besetzt werden soll, ist ungeklärt. Die Sichtachse ist geschrumpft, und die Fassade der Jugendherberge erinnert noch an ein Bürogebäude.
Nach Auskunft der BIS sollen Entwürfe und Planung weiterhin offen und transparent kommuniziert werden. Bis zum Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Frühjahr 2027 ist noch Zeit. Die Stadtteilkonferenz Mitte wird sich weiter mit dem NOVO befassen.
IPA NOVO Bremerhaven
Bauherr: STÄWOG-Gruppe – Städtische Grundstücksgesellschaft mbH Bremerhaven, in Zusammenarbeit mit der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH
Objektplanung Gebäude (Entwürfe und Visualisierungen): Planungsgemeinschaft blrm Architekt*innen GmbH, Hamburg · baubüro.eins GmbH & Co. KG, Hamburg · includi BV, Groningen
Tragwerksplanung: WTM Engineers GmbH, Hamburg
Planung TGA: noch nicht vergeben
Ausführung erweiterter Rohbau: Arbeitsgemeinschaft Freytag & v.d. Linde Projekt-, Management und Baugesellschaft mbH & Co. KG, Oldenburg · Gottfried Stehnke Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Osterholz-Scharmbeck · LUDWIG FREYTAG GmbH & Co. KG, Oldenburg
Ausführung Ausbau: Lindner SE Ausbau Nord-West, Arnstorf
Ausführung TGA: Lindner SE Gebäudetechnik, Arnstorf
